Spanien hat versagt– Ein Gesetz gegen den Tierschutz

Aktuell:
SPANISCHE JAGDHUNDE: DOPPELT AUSGESCHLOSSEN
2023: Spanien verabschiedet sein erstes nationales Tierschutzgesetz.
Aber: Jagdhunde wie Galgos und Podencos werden bewusst ausgeschlossen – sie gelten nicht als Haustiere, sondern als „Arbeitstiere“.
=>Jetzt kommt der nächste Rückschritt:
Jagdhunde wurden offiziell dem Landwirtschaftsministerium unterstellt – also dem Bereich für Nutztiere wie Schweine oder Rinder. Diese Entscheidung wurde im Rahmen des Consejo Estatal de Protección Animal (Staatlicher Tierschutzrat) getroffen, dessen Einfluss durch die Cinegética Lobby stark eingeschränkt wurde. Diese Entscheidung wurde kürzlich von Generaldirektor Emilio Luis Garcia Muro bestätigt.
Damit bestätigte Muro, dass Jagdhunde nicht unter das allgemeine Tierschutzgesetz fallen, sondern als Teil der landwirtschaftlichen Produktion behandelt werden.
Was bedeutet das? – Sie sind nicht mehr Teil des Tierschutzgesetzes:
• Sie gelten als Nutztiere, nicht als fühlende Lebewesen
• Der Fokus liegt auf „Produktionssicherheit“ und „Effizienz“, nicht auf individuellem Tierwohl.
• Zuständig ist ein Ministerium, das der Jagdlobby nahesteht (lobby cinegética)
Konsequenz:
Kein gesetzlicher Schutz. Keine strafrechtlichen Konsequenzen bei Misshandlung. Keine verpflichtenden Standards für Haltung, Pflege oder medizinische Versorgung.
Wir sagen: Schluss mit der Doppelmoral!
Ein Hund bleibt ein Hund – egal ob auf dem Sofa, im Feld oder auf der Rennbahn.
Fordere mit uns: GLEICHES RECHT FÜR ALLE HUNDE!

Hilf mit, Druck auf die spanische Regierung auszuüben.
Unser Verein Windhund-Netzwerk e.V. hat sich direkt in einem "offenen Brief" an das spanische Landwirtschaftsministerium - an den Generaldirektor Emilio Luis Garcia Muro gewandt.
Wir kritisieren den Ausschluss scharf und fordern eine Gleichstellung aller Hunde im Tierschutzrecht.
Schluss mit der systematischen Ausbeutung und Misshandlung der Jagdhunde!

Was bisher geschah:

Am 09.02.2023 verabschiedete der spanische Kongress das neue „Tierschutzgesetz“. Am 29.09.2023 trat es in Kraft – doch Jagd- und Diensthunde sind davon ausgeschlossen. Sie erhalten keinerlei Schutzrechte.
Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich für Tiere einsetzen. Selbst Rettungshunde, die Menschenleben retten – wie nach dem Erdbeben in der Türkei – bleiben rechtlich ungeschützt.


Strafrechtsreform: Tierquälerei bleibt folgenlos
Gleichzeitig wurde das Strafgesetz reformiert:

  • Gefängnisstrafen für Tiermissbrauch wurden durch Geldstrafen ersetzt
  • Die sexuelle Ausbeutung von Tieren, erst seit 2015 strafbar, wurde wieder legalisiert(!)

Zum Vergleich: In Deutschland ist seit 2013 jede sexuelle Handlung mit Tieren verboten, wenn sie zu artwidrigem Verhalten zwingt (§ 3 S. 1 Nr. 13 TierSchG). Doch auch hier bleibt eine vollständige Strafbarkeit umstritten.


Wer bleibt schutzlos?
Vom spanischen Gesetz ausgeschlossen sind:

  • Jagdhunde: Galgos, Podencos, Pointer, Bodegueros, Setter, Bretonen, Weimaraner, Labradore, Dackel, Dogos, Bracken u.v.m.
  • Arbeitshunde: Polizeihunde, Blindenhunde, Therapiehunde, Weidehunde, Wachhunde, Kampfhunde

Alle Hunde, die nicht im häuslichen Umfeld leben, gelten als „Nutztiere“ – ohne Schutz.
Seit der Gesetzesverabschiedung hat die Vernachlässigung und Entsorgung von Jagdhunden massiv zugenommen.


Ein Rückschritt für Europa
Spanien erlaubt weiterhin:

  • Hetzjagd mit Hunden
  • Stierkampf
  • Taubenschießen

Diese Praktiken werden sogar subventioniert und als „kulturell wertvoll“ deklariert. Das Gesetz schützt nicht die Tiere – sondern die Jagdlobby.


Wo bleibt der EU-Tierschutz?
Tierschutz ist in der EU kein eigenständiges Politikfeld – anders als z.B. der Umweltschutz. Das muss sich ändern!


Wir geben nicht auf!
Wir kämpfen weiter gegen die Versachlichung der Tiere und für ihre Rechte. Gemeinsam mit euch:
• erhöhen wir den Druck auf die spanische Regierung
• unterstützen unsere spanischen Tierschutzfreunde
• organisieren Aktionen und Proteste
=> Mehr dazu unter dem Menüpunkt „Aktionen“ und "Instagram"

Bitte unterschreibe die Petition:

https://www.change.org/p/paremos-esto-antes-del-9-de-marzo


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