WDR‑Reportage über die irische Rennindustrie jetzt in voller Länge verfügbar

Die WDR‑Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" hat eine 30‑minütige Reportage veröffentlicht, die für unsere Arbeit und für die Tiere, die wir schützen von großer Bedeutung ist. Unsere Recherchen, Interviews und unser Bildmaterial haben diese Produktion maßgeblich unterstützt und ermöglicht. Die Produktion beleuchtet ein System, das Greyhounds, Lurchers und Pferde nicht als fühlende Lebewesen behandelt, sondern als Ware, Wetteinsatz und Wegwerfprodukt.
Das WDR‑Team hat uns zu unseren Partnern Great Hounds in Need, My Lovely Horse Rescue und Greyhound Awareness Cork begleitet. Gemeinsam konnten wir sichtbar machen, was viele Menschen bis heute nicht wissen: Hinter der Rennindustrie steht ein milliardenschweres Glücksspielsystem, das Tiere verschleißt, aussortiert und zerstört.
Gerade deshalb ist diese Ausstrahlung so wichtig. Sie erreicht Menschen, die bisher nichts von der Gewalt, den Mechanismen und der systematischen Ausbeutung wussten. 

Bitte: Geht nicht auf Rennbahnen. Wettet nicht auf Tiere. Hinter jedem Wettschein steht ein Tier, das den Preis zahlt.
Die vollständige Reportage ist jetzt dauerhaft in der WDR‑Mediathek verfügbar:

  • Bericht von breakingnews.ie zur Recherche

https://www.breakingnews.ie/ireland/documentary-sparks-widespread-concern-across-europe-over-animal-welfare-in-ireland-1892388.html


Für alle, die tiefer einsteigen möchten: Im Menü unter "Hast du gewusst…“ finden sich ausführliche Hintergrundinformationen zur irischen und englischen Renn- und Glückspielindustrie und auf unserem Instagram-Account.



"Gleiches Recht für alle Hunde!"

"Mismos perros, misma ley"


Ein neues Königliches Dekret steht in Spanien an. Am 20. März 2026 wurde die öffentliche Konsultation zur Neuordnung der Verwaltung der spanischen Jagdhunde geschlossen. Die aktuellen Entwürfe der spanischen Ministerien in Zusammenarbeit mit den Jagdverbänden sehen vor, Hunde je nach Nutzung unterschiedlich zu behandeln. Jagd‑ und Arbeitshunde würden in vielen Situationen keinen gesetzlichen Mindestschutz mehr genießen – selbst dann, wenn sie in Privathaushalten leben. Damit würde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen, der weit über Spanien hinausreicht. Und Fälle von Misshandlungen können kaum noch strafrechtlich verfolgt werden.


Aus diesem Grund haben wir zusammen mit Javier Luna von der spanischen Tierschutzpartei PACMA und mit Unterstützung von dem EU-Parlamentarier Sebastian Everding von der deutschen Tierschutzpartei und der spanischen Organisation Proda und anderen internationalen Organisationen einen Offenen Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez Pérez-Castejón eingereicht, in dem wir eine Änderung der Vorschriften fordern, damit Jagdhunde in das Tierschutzgesetz aufgenommen werden und im Königlichen Dekret der Zoos.


In Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Österreich, Argentinien und Mexiko wurde der gleiche Brief an Botschafter und Generalkonsuln übermittelt. In einigen Städten wie vor dem Kongress in Madrid sowie London, Mexiko-Stadt, München und Düsseldorf fanden Demonstrationen zur Übergabe des Briefs statt. Insgesamt in 31 spanischen Botschaften und Konsulaten weltweit durch die Unterstützung von zahlreichen Vereinen und Bürgern.

Dieser Brief, ausgearbeitet von Tina Hartmann Gründerin und 1. Vorsitzende vom Verein Windhund-Netzwerk e.V. mit Unterstützung der spanischen Rechtsanwältin Maite Bautista Garrastazu, ist mehr als ein Dokument. Er ist ein juristisches Fundament, ein moralischer Appell und ein europäisches Signal.

Unser gemeinsames Ziel:
Die sofortige Aufnahme aller Jagdhunde in das Tierschutzgesetz, bevor das neue königliche Dekret verabschiedet wird.
Warum das so wichtig ist? Der Ausschluss von Jagdhunden verstößt gegen:
• die spanische Verfassung,
• EU‑Recht,
• das Straf- und Zivilrecht,
• und die Europäische Haustierkonvention.
Gemeinsam stehen wir vereint über Ländergrenzen hinweg für Gerechtigkeit, Mitgefühl und den Schutz der Schwächsten ein.
Der Brief wurde unterzeichnet von:
Sebastian Everding, EU-Parlamentarier der deutschen Tierschutzpartei
Tina Hartmann, Windhund-Netzwerk e.V.
Rafael Agudo, Fundacion Mastines en la calle
Maria Teresa Garcia Rodriguez, internationale Koordinatorin von Plataforma NAC
Verena Wiegand, Organisatorin vom Münchner Galgomarsch
Julia Reinhardt, Organisatorin vom Kölner Galgo-Marsch
in Zusammenarbeit mit PACMA, der spanischen Tierschutzpartei, und Unterstützung von Proda.

EUROPA PRESS, eine der größten Nachrichtenagenturen Spaniens, hat über unsere gemeinsame Aktion mit PACMA vor dem spanischen Kongress in Madrid und über die internationale Gemeinschaftsaktion berichtet:

Warum Demos, die Unterschriften-Aktion und der Offene Brief am 20.03.26 entscheidend sind

  • Nur massiver öffentlicher Druck kann diese Verordnungen stoppen. Jede Unterschrift, jede Person auf der Straße zeigt: Wer Tiere entrechtet, verliert gesellschaftliche Unterstützung.
  • Veto Tierschutz hat im Generalkonsulat in Düsseldorf zusammen mit der Übergabe des Offenen Briefs auch ihre Petition mit über 92.000 Stimmen abgegeben.
  • Gesetzesentwürfe lassen sich ändern, aber nur, wenn die Regierung klar erkennt, dass die Bevölkerung solche Rückschritte nicht akzeptiert. Der Offene Brief wurde zusätzlich von fast allen Mitwirkenden beim spanischen Sozialministerium digital eingereicht.
  • Beim spanischen Landwirtschaftsministerium wurde unser gemeinsamer Entwurf zum Königlichen Dekret mit fast 18.000 Unterschriften digital eingereicht.
  • Wir zeigen europaweite Solidarität, denn wenn wir jetzt nicht handeln, wird es später kaum möglich sein, verlorene Schutzstandards wieder zurückzuholen.

Der 20.03.26 ist nicht nur ein spanischer Termin. Er ist ein europäischer Aktionstag für gleiche Rechte aller Hunde – unabhängig von ihrer Nutzung. Hier ist der Offene Brief als Download:

Als starke Gemeinschaft haben wir alle Möglichkeiten genutzt, um den Jagd- und Arbeitshunden in Spanien zu helfen. Wir halten euch weiter auf dem Laufenden!


Neue EU‑Verordnung zur Rückverfolgbarkeit – große Ausnahmen für Jagd‑ und Arbeitshunde

Das Europäische Parlament hat am 28. April eine neue EU-Verordnung zum Wohlergehen und zur Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen verabschiedet. Sie soll den Handel transparenter machen und Missstände in Zucht und Vertrieb eindämmen. Doch ausgerechnet jene Tiere, die besonders häufig genutzt und belastet werden, bleiben weitgehend ausgenommen.

Weitreichende Ausnahmen für Jagd-, Herdenschutz- und Hofhunde

Nicht-kommerzielle Weitergaben, etwa im jagdlichen Umfeld, fallen nicht unter das "Inverkehrbringen" und bleiben damit von zusätzlichen Auflagen verschont. Auch das Verbot bestimmter Methoden, wie der Einsatz von E-Halsbändern, gilt nur für Hunde, die in Verkehr gebracht werden. Jagdhunde im praktischen Einsatz sind ausgenommen. Ebenso bleibt das Kupieren der Rute weiterhin möglich, sofern nationales Recht dies erlaubt.

Millionen Tiere ohne ausreichenden Schutz

Nach Berechnungen der Eurogroup For Animals könnten rund 18 Millionen Katzen und 2 Millionen Hunde in der EU weiterhin ohne angemessene Schutzstandards bleiben. Darunter viele Jagd-, Wach- und Hofhunde. Gerade bei diesen Tieren sind problematische Haltungsformen wie Kettenhaltung, fehlender Auslauf oder Überzüchtung besonders schwer zu kontrollieren.

Schwächere regeln für kleine Zuchten

Strenge Genehmigungspflichten gelten vor allem für größere Betriebe. Kleine Zuchten mit weniger als 5 Würfen pro Jahr werden vielerorts nicht erfasst. Ein Risiko, da viele Missstände in diesem Bereich auftreten (sogenannte "Hinterhofzuchten").

Ein Kompromiss mit deutlichen Lücken

Die Verordnung ist ein wichtiger Schritt, zeigt aber auch, wie stark wirtschaftliche und traditionelle Interessen den Gesetzgebungsprozess prägen. Für einen konsequenten Tierschutz bleibt entscheidend, dass die Regeln streng ausgelegt, kontrolliert und weiterentwickelt werden. Einen ehrlichen Tierschutz, der wirklich alle Hunde und Katzen umfasst, unabhängig von ihrer Nutzung. Gleiches Recht für alle Hunde! Gleiches Recht für alle Katzen! Gleiches Recht für alle Tiere! 

Mehr Details findest du unter dem Menüpunkt "Hast du gewusst...Export von Greyhounds".


Die nächsten GALGOMÄRSCHE 2026:

  • am 26. September 2026 in Leipzig, Bremen, Stuttgart und Mainz
  • zum 01.02. in über 100 Städten weltweit zum Welt-Galgo-Tag

Sei auch DU Teil einer internationalen Bewegung gegen die Jagd!

"MACH MIT", ob mit oder ohne Hund. Dein Mitgehen macht den Unterschied.

Warum das wichtig ist

Windhunde, diese edlen, sensiblen Geschöpfe, werden in vielen Ländern der Welt als „Nutztiere“ behandelt. Sie werden gejagt, gequält, ausgebeutet – für Rennen, für Fleisch, für Leder. Auch in Europa ist die Jagdindustrie eine dunkle Realität, in der Windhunde als Werkzeuge missbraucht werden. Das Windhund-Netzwerk kämpft seit Jahren für ihre Anerkennung als Haustiere, für ihre Rechte, für ihr Leben.
Die Jagd ist keine Tradition, die wir bewahren sollten. Sie ist ein Relikt aus einer Zeit, in der Mitgefühl keine Rolle spielte. Heute wissen wir es besser. Heute wissen wir, dass jedes Tier ein Recht auf Leben hat – frei von Angst, frei von Gewalt.
Wir fordern:
Ein Verbot der Jagd – in Deutschland, in Europa, weltweit.
Ein Ende des Exports von Windhunden für kommerzielle Zwecke.
Eine europaweite Tierschutzgesetzgebung, die Jagd- und Diensthunde wie auch die Wildtiere schützt und anerkennt.
Mehr Aufklärung und Bildung, damit die Wahrheit über die Jagd nicht länger verborgen bleibt.
Mehr Informationen erhältst du hier auf der Website unter dem Menüpunkt "Hast du gewusst...> Spanien" und "Tierschutzgesetz in Spanien" und im Menü unter "Aktionen...>Galgomarsch mit vielen Bildern. Hast du schon einmal Zuchtstätten in Spanien gesehen? Sogenannte Rehalas oder Zulos? Dann schau mal unter dem Menüpunkt unserer Doku "Hoffnung für Spaniens gequälte Tiere"...> Rehalas / Monteria.

In mehr als 100 Städten weltweit werden Galgomärsche organisiert.

Von Berlin bis Bologna, von London bis Ljubljana - überall schließen sich Menschen zusammen, um den Tieren eine Stimme zu geben. Ob mit oder ohne Hunde, jede Teilnahme zählt.

Weitere Infos & Mitmachen

Alle teilnehmenden Städte, Uhrzeiten und Materialien zur Verbreitung findest du auf der Plataforma NAC Website.

Kostenlos zum Herunterladen

  • Weitere Protestbilder zum Ausdrucken findest du im Menü unter "Aktionen >.
  • Bilder zu den europaweiten Galgomärschen findest du unter "Aktionen > Galgomarsch".
  • Doku-Tipp
Die WDR-Dokumentation "Hoffnung für Spaniens gequälte Tiere" zeigt eindrucksvoll, wie tief verwurzelte Traditionen mit modernen Tierschutzansätzen kollidieren. Den Link findest du in unserem Menü.


Zahlen aus der spanischen Jagd- und Rennindustrie:

Aktuelle Informationen zur spanischen Jagd- und Rennindustrie mit den neuesten Zahlen der Jagdverbände findet ihr unter dem Menüpunkt "Hast du gewusst > Spanien". Wer sich intensiv mit dem Tierschutz in Spanien beschäftigt, weiß wie schwer es ist bei Tiermissbrauch politisch verwertbare Zahlen zu erheben. Die Behörden sowie die Regierung und die Verbände verhindern mit all ihrer Macht, dass konkrete Zahlen an die Öffentlichkeit gelangen. Wir arbeiten daher mit den veröffentlichten Zahlen der Jagdverbände und der Lobbyisten Verbände in Spanien. Auch wenn wir genau wissen, dass die Dunkelziffer der missbrauchten und getöteten Tiere in Spanien wesentlich höher ist.


Hinweis:

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