Die stille Tragödie der Podencos und Galgos und anderen Jagdhunderassen in den Rehalas

Rehala in Spanien - Anbindestall / Jagdzwinger der Hundemeute


Undercover-Recherchen: Das verborgene Leid der Jagdhunde in Spanien
Ein zentraler Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit sind die Undercover-Dokumentationen aus den Massenzuchtanlagen spanischer Jäger. Mit Bildern und Videos zeigen wir, was die Jagd- und Rennindustrie mit aller Kraft vor der Öffentlichkeit zu verbergen versucht: das systematische Leid von Galgos, Podencos und anderen Jagdhunderassen.
Was unsere Recherchen zeigen
Unsere Aufnahmen dokumentieren die grausamen Haltungsbedingungen in sogenannten Rehalas – Zuchtanlagen, die meist hinter hohen Mauern, in Bunkern oder abgelegenen Baracken liegen. Die Hunde gelten in Spanien als „Nutztiere“ und sind vom Tierschutzgesetz ausgeschlossen. Sie haben keine Rechte. Ihre Existenz ist auf Leistung reduziert – wer nicht funktioniert, wird entsorgt.
Die Arbeit an diesen Recherchen ist emotional belastend. Wir sehen das Leid, ohne sofort helfen zu können. Doch wir wissen: Nur durch Sichtbarmachung kann Veränderung entstehen. Bei dokumentierten Gesetzesverstößen erstatten wir Strafanzeige und informieren die zuständigen Behörden.

⚠️ Hinweis: Die Bildgalerie ganz unten enthält sensible Inhalte.

Unsere Einsätze
Windhund-Netzwerk e.V. war in den letzten Jahren in über einem Dutzend Zulos und Rehalas in Córdoba, Lucena, Güéjar Sierra, Écija, Motril, Saragossa, Toledo, Málaga, Valladolid, Albacete, Salamanca und der Sierra Nevada sowie den Kanaren, Balearen und Azoren aktiv. 

Es existieren allein in Spanien rund 1.000 solcher Zuchtanlagen und unzählige Verschläge und Bunker vieler Hobbyjäger.
In den Zwingern und Baracken fanden wir:
• Hunderte verwahrloste Hunde – vorwiegend Galgos und Podencos, aber auch Labradore, Setter, Weimaraner, Pointer, Bretonen, Dackel, Mastins, Molosser, Alanos, Dogo Argentinos u.v.m.
• Tiere, die als Jagdwerkzeuge für Hetzjagd, Kaninchenjagd und die brutale Hochwildjagd „Montería“ dienen und jede Art von Arbeitshund sowie unzählige sogenannte Listenhunde
• Extrem beengte, unhygienische Haltungsbedingungen – oft mit Kadavern, Urin- und Kotgeruch
• Auch Pferde, Tauben, Hühner und Ziegen in Anbindehaltung oder zusammengepfercht auf engstem Raum

  • Die kleinste Anlage zählte 70 Hunde, die größte über 350.

Die Realität der Jagd mit Hundemeuten
Die „Montería“ ist eine in Spanien verbreitete Jagdform, bei der bis zu 40 Hunde Wildtiere aufspüren und in Richtung der Jäger treiben. Dabei werden Rehe, Wildschweine und andere Tiere oft von den Hunden zerrissen. Diese Praxis ist in den meisten EU-Ländern verboten – nicht jedoch in Spanien, Portugal und Frankreich, wo sie sogar touristisch vermarktet wird.
2021 äußerte das Europäische Parlament Besorgnis über den mangelnden Schutz von Jagdhunden in Spanien. Doch statt zu handeln, erklärte man die Montería zum kulturellen Erbe – wie zuvor bereits den Stierkampf. Das Leid der Tiere wurde ignoriert.
Unsere Forderung
Wir übermitteln unsere Dokumentationen dem Europäischen Parlament. Spanien, Portugal, Irland, Frankreich und auch Deutschland sind EU-Länder, in denen die Hetzjagd mit Hundemeuten noch offiziell praktiziert wird. Diese Tierquälerei darf nicht länger politisch legitimiert oder subventioniert werden. Wir kämpfen für ein einheitliches europäisches Tierschutzrecht.
Tradition endet dort, wo Missbrauch beginnt.
Weitere Informationen findest du im Menü unter:

  • "Hast du gewusst – Spanien“
  • "Europas Tötungsstationen“

=> Alle Live Aufnahmen findet ihr auf unserem Instagram Account

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